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Afrika

High-end und mitten drin: Pirschsafaris in Sambia, Biodiversität und Strand auf Madagaskar – Öko-Luxuslodges Von Time + Tide

die Urlaubsmacher 31. August 2021


Hintergrund
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Bruce Simpson, CEO von Time + Tide und Afrika-Spezialist, berichtet im Talk mit Michael Becker über Safaris, den Luxus im Busch und Biodiversität direkt aus seinem Büro in Johannesburg.

Löwen und Elefanten zu Fuß aufspüren, schlafen im trockenen Flussbett – Bruce Simpson ist ein Afrikaspezialist mit mehr als 25 Jahren Safarierfahrung, der als Guide in vielen Ländern Afrikas gearbeitet hat. Heute leitet der Südafrikaner als CEO von Time + Tide die Luxuscamps in Sambia und das Resort auf der Privatinsel Miavana vor der Nordküste Madagaskars. Das Familienunternehmen kombiniert den Komfort von high-end Lodges mit Umweltschutz und einzigartigen Natur- und Tierbegegnungen in der Tradition der Legende Normann Carr. Bruce Simpson, CEO von Time + Tide, berichtet im Talk mit Michael Becker über Safaris und die Naturerlebnisse des wilden Luxus direkt aus seinem Büro in Johannesburg.

Michael: Wie war Deine Laufbahn bis zu Deiner heutigen Position als CEO bei Time + Tide?

Bruce: Ich gehöre zu den Menschen, die sich glücklich schätzen können, eine Karriere mit Safaris und Fotosafaris machen zu können. Mein Fokus liegt stark auf Fotografie. Wenn ich auf meine Laufbahn zurückblicke, was ich gerne mache, hatte ich viel Glück und habe Gelegenheiten genutzt. Ich habe als Führer begonnen und in Südafrika, Botswana für acht Jahre gearbeitet. Es ist eine Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Ich liebe Führungen. Meine Freunde haben mir gesagt, dass ich in das Management aufsteigen soll, weil ich das Guiding so liebe. Es ist eine Freude zu erleben, welche Reichtümer Afrika hat. Was ich schätze ist, dass ich für wunderbare und führende Unternehmen in der Branche tätig war.

25 Jahre Safari-Erfahrung

Ich habe bei Londolozi angefangen. Und jeder, der schon einmal in Südafrika war und Sabi Sands Game Reserve kennt, weiß, dass sie bekannt für Leoparden und Wildtiere bekannt sind. Die Reputation von Londolozi Sabi Sands ist sehr gut, denn es ist eine der top Luxuslodges, die viele Menschen ausgebildet hat. Die Firma Londolozi ist später mit andBeyond Travel fusioniert. Ich habe auch für Singita Game Reserve gearbeitet, als sie in den Anfangsjahren waren. Es ist ein großartiges Produkt, wo ich viel gelernt habe und in einem fantastischen Team arbeiten durfte. Heute ist es die erste Adresse für Luxussafaris in Afrika. Danach war ich bei Unternehmen in Botswana, auf den Seychellen, Namibia, Ruanda, Kongo tätig und konnte mich weiterentwickeln, denn alle Firmen haben sich durch eine starkes Wachstum ausgezeichnet.

Nun bin ich bei Time +  Tide, eine hervorragende Firma. Ich bin sehr verwöhnt mit den zahlreichen Erfahrungen, unglaublichen Orten und Begegnungen mit Wildtieren, die machen konnte. Es sind Jobs, jedoch zugleich meine Leidenschaft und meine Interessen. Ich hatte viele Gelegenheiten in die abgelegensten Orte in Afrika mit erstaunlicher Natur und Safaris reisen zu können. Ich habe nicht nur das Management – Sales, Marketing, Operations – gelernt, sondern auch viel über Fotosafaris. Time + Tide ist die perfekte Stelle für mich. Nun kann ich meine ganzen Erfahrungen für Time + Tide in Sambia einbringen. Auch habe ich lange auf den Seychellen für die schöne Marke North Island gearbeitet, die eine der top Inseldestinationen ist. Time + Tide hat Safaris und ein Inselresort auf Madagaskar, ist das perfekte Unternehmen für mich.

Fotosafaris in der Tradition von Norman Carr

Michael: Time + Tide ist ein familiengeführtes Unternehmen, das high-end Camps mit der Mission von Norma Carr für naturnahe Wildbeobachtungen verbindet. Norma Carr hat die Walking Safaris erfunden. Was ist das genau?

Bruce: Norman Carr war einer der Gründer der Fotosafaris in Sambia bzw. im Südluanga Nationalpark. Er hat eng mit den Stakeholdern und der lokalen Gemeinschaft für eine ökologische Safari zusammengearbeitet. Ein Schwerpunkt waren Wanderungen zu Fuß. Norman Carr hatte ein paar Camps, die Time + Tide übernommen hat. Sambia und Südluanga haben eine lange Geschichte und Tradition mit Safaris zu Fuß. Wir entwickeln die Fotosafaris nun weiter und präsentieren Afrika unseren Gästen.

Sambia hat durch Norman Carr eine lange Tradition mit Walking Safaris, also Safaris zu Fuß. Time + Tide führt die Tradition fort.

Bruce Simpson, CEO, Time + Tide

Michael: Wie unterscheiden sich die Camps von Time + Tide?

Bruce: Wie alle Fotosafarianbieter haben wir unterschiedliche Camps mit verschiedenen Niveaus, auch unterschiedliche Luxuslevels. Luxus ist ein wichtiges Kriterium für eine afrikanische Safari. Auch wenn die Erlebnisse alle ähnlich sind, so sind die Camps verschieden. Bei uns sind etwa Zweidrittel der Camps luxuriös ausgestattet. Dann haben wir so genannte Bushcamps, die vielleicht einen Stern weniger haben. Diese Bushcamps sind kleiner, auf dem Boden und nicht auf einer Plattformen errichtet, sie sind in der Tradition von den ursprünglichen Safarierlebnissen. Viele unserer Camps in Südluanga haben dieses Feeling. Wir wollen das authentische Safarierlebnis in Sambia erhalten.  

Luxus im Busch

Michael: Einen Punkt finde ich ganz wichtig: es geht hier um Fotosafaris und nicht um Jagd.

Bruce: Das stimmt. Ich persönlich habe noch nie für ein Unternehmen im Bereich Jagd gearbeitet. Ich stehe nicht hinter dem Jagen von Wildtieren, genau so wenig wie Time+ Tide. Wir sind im Bereich Fotosafari tätig. Die Bushcamps sind keine kleinen Zelte auf dem Boden. Sie sind sehr komfortabel. Wenn man vom Luxus spricht, nennen wir gerne relevanten Luxus. In Europa ist der Luxusbegriff vielleicht die Anzahl an Sternen und an Kopfkissen. Früher waren es Annehmlichkeiten wie goldene Wasserhähne und Kaviar in der Pinta Suite im Ritz Carlton. Bei uns ist der Luxus die Erlebnisse und die Anlagen in Afrika. Das Essen ist wichtig und die Lodges. Was wir jedoch wirklich anbieten, das sind Erlebnisse.

Unser Luxus sind die Erlebnisse in Afrika. Das Essen und die unterschiedlichen Lodges sind auch wichtig.

Bruce Simpson, CEO von Time + Tide

Time + Tide Erlebnisse und Camps für Afrika-Starter und Afrika-Kenner

Michael: Wie wählt man ein Camp aus? Für welchen Gast eignet sich welches Camp?

Bruce: Bei der Erwartungshaltung unterscheiden wir nach den Reisenden, die das erste Mal nach Afrika kommen und denen, die schon einmal hier waren. Diejenigen, die das erste Mal kommen, wissen noch nicht, was sie erleben werden, wie die Situation ist. Das Wichtigste ist, dass Safaris abgelegen und in der Wildnis sind. Dies ist Teil der Erfahrung und gehört zur Safari. Zugleich gibt es in den Camps Service und Komfort. Neulinge lernen, dass sie bei einer Fotosafari keine große Garderobe zum Wechseln brauchen. Sie brauchen zweckgebundene und praktische Kleidung. Unsere Lodges sind komfortabel. Zudem bieten wir von Guides geführte Exkursionen mit Sleepouts draußen, wie zum Beispiel Übernachten in einem trocken Flussbett an.  Die Gäste übernachten geschützt in einem Moskitonetz.  Die Reisenden müssen sich bewusst werden, welche Erlebnisse sie machen, früh aufstehen und draußen übernachten. Sie werden gut schlafen und gut essen. Sie treffen wunderbare Menschen und bekommen einen guten Service. Es ist ein ganzheitliches Erlebnis.

Diejenigen, die schon in Afrika waren, wissen all dies und wollen neue Erfahrungen machen, neue Locations kennen lernen. Bei denen, die öfters nach Afrika kommen, werden die Koffer immer kleiner und die Notwendigkeiten werden weniger. Sie wissen, dass sie auf eine Safari gehen und weniger brauchen als sie ursprünglich dachten.  Es ist nicht notwendig sich zu stylen, sondern die passende Kleidung mitzunehmen und die Umgebung zu genießen. Es sind die emotionalen Momente, die wir bieten. Die Reisenden können in Afrika eintauchen.

Michael: Es ist also hilfreich, den Reisenden eine Packliste mitzugeben, damit sie wissen, was sie mitbringen müssen. Kommen wir noch einmal zum Land Sambia. Namibia und Kenia sind in Europa bekannte Safaridestinationen. Was zeichnet Sambia aus?

Bruce: Es stimmt, die meisten denken an Ostafrika, weniger an Südafrika. Nun sind Zentral- und Westafrika im Kommen. Sambia ist ganz besonders. Ich habe schon in vielen Ländern und Nationalparks gearbeitet, jedoch ist Sambia unglaublich divers, vielfältig. In Sambia leben auch die Big 5 – übrigens ein Begriff, der aus der Jagd kommt. Jedoch gibt es auch Giraffen, Nilpferde, Cheetahs und Wildhunde. In Sambia gibt es große Wildtiere, eine unglaubliche Diversität, Einzigartigkeit. Sie können auf die klassische Safari gehen, eine Pirschfahrt unternehmen und zu Fuß wandern. Auf dem Sambesi Fluss können sie mit einem Boot fahren, draußen übernachten oder eine Luxussafari machen. In Sambia gibt es mit die beeindruckendste Fledermaus- und Gnu-Migration, die nur dort zu sehen ist. Es gibt einzigartige Vögel wie den Spornkuckuck. Dann gehören die Viktoriawasserfälle an der Grenze zu Simbabwe zu Sambia. Sie können all dies in einem Land sowie die Kultur und Menschen erleben. Sambia hat eine lange Geschichte und große Kultur.

Nachhaltiger Tourismus und Verantwortung

Michael: Sambia ist doppelt so groß wie Deutschland. Platz ist in der Postpandemie wichtig, ebenso wie der Schutz er Umwelt. Die Stiftung von Time + Tide bewahrt die Natur, die Kultur und das Erbe von Norman Carr. Wie engagiert sich die Stiftung für Nachhaltigkeit?

Bruce: Platz ist für uns ein wesentlicher Aspekt zur Bewahrung der Umwelt. So sind unsere Camps klein, für wenige Reisenden und auf meist sechs Zelte begrenzt. Nach dem Lockdown und der Empfehlung, große Gruppen von Menschen zu meiden, ist Afrika ideal. Afrika ist nicht überfüllt, Safaricamps sind nicht voll, ebenso wenig Sambia. Wir bei Time + Tide und auch die Fotosafaribranchen wissen um die Bedeutung der lokalen Gemeinschaft sowie unsere Verantwortung für den Umweltschutz. Ein Tourismus in einem geschützten Gebiet kann nur erfolgreich sein, wenn die Umwelt intakt ist und erhalten wird. In Sambia ist 30 Prozent der Fläche Nationalpark und geschützt. Wenn es nicht für den Tourismus ist, wird das Land für die Landwirtschaft kultiviert. Als Unternehmen wissen wir dies und geben zwei Prozent unseres Umsatzes an die Stiftung.

Die Time + Tide Stiftung fördert soziale und ökologische Projekte

Wir fördern die Gleichberechtigung von Frauen, Gesundheit, Bildung, Studentenstipendien und Schutz der Wildtiere. Wenn Time + Tide keine Erfahrung in einem Bereich hat, suchen wir uns geeignete Partner und lokale Organisationen. Ebenso unterstützen wir andere Konservierungsprojekte. Nur gemeinsam können wir zur Erhaltung unserer Umwelt beitragen.

Madagaskar: Biodiversität an Land und im Wasser

Michael: Nun möchte ich zu dem Resort auf Madagaskar kommen. Fliegen wir also mit dem Helikopter von Time + Tide auf die Insel. Wie kommt es, dass Time + Tide ein Resort auf Madagaskar betreibt?

Bruce: Die Familie, die das Unternehmen Time + Tide betreibt, ist eine südafrikanische Familie aus Mauritius, die wirtschaftliche Verbindungen nach Madagaskar hat. Auch hat sie in den Tourismus in Südafrika, in Safaris und Privatinseln auf den Seychellen investiert. Zudem haben sie den Wert von Bewahren schätzen gelernt. Sie hatten einen Bezug und eine Gelegenheit, ein Resort auf einer Privatinsel, das Teil eines Archipels mit vier Inseln vor der Nordküste ist, zu eröffnen.

Miavana ist eine Luxusprivatinsel mit 14 Villen für etwa 44 Gäste, ein Strandresort, das zu den besten zählt. Im Vergleich zu den Seychellen bietet Madagaskar eine unvergleichbare Biodiversität, die nicht nur einzigartig und sehr extrem ist. Bei Safarireisen ist derzeit der große Trend, Safari mit Strandurlaub zu kombinieren. Madagaskar hat seine eigene Einzigartigkeit. Die Geschichte und Biodiversität der Insel mit den kleinsten Spezies, den größten Spezies, den Vögeln ist so unglaublich. Zugleich ist die Insel noch nicht ganz entdeckt und für den Tourismus erschlossen, so möchten wir Teil der Entdeckung sein.

Im Hinblick auf den Luxus, den wir meinen, gibt es auf Madagaskar sehr viele Abenteuer von der Geologie, den Höhlen, dem Nationalpark Tsingy, der Fauna und Flora bis zum Ozean.

Bruce Simpson, CEO von Time + Tide

Wir nutzen den Helikopter, um auf die Hauptinsel zu kommen. Von der Luxusinsel gelangen wir in den Regenwald, zu den Lemuren. Auf der Hauptinsel gibt es viel zu entdecken und erleben. 

Michael: Was war Deine beeindruckendste Destination?

Bruce: Schwierig, ich habe schon so viel gesehen. Da ich viele Jahre auf den Seychellen auf einer Insel in einer begrenzten Umgebung gelebt habe und ein passionierter Führer bin, bin ich in Sambia zuerst auf eine Walkingsafari gegangen und erinnere mich an ein sehr einzigartiges Erlebnis: Durch den Busch zu Fuß gehen, das ist etwas Besonderes. Auf dieser Tagestour suchten wir nach einem Platz, um einen Tee zu trinken und haben uns an ein Flußbett gesetzt, wo Elefanten um uns herum waren. Es war phantastisch. Ich bin ein großer Fan von Primaten und habe diese in Ruanda, Uganda, Kongo, Gabun erlebt, ich habe die Berggorillas gesehen, diese Momente sind eindrucksvoll. Als Menschen kennen wir die biologischen Zusammenhänge und Verwandtschaften. Jedoch die Tiere selbst in der freien Natur zu erleben, ist ein besonderes Erlebnis. Äthiopien hat mich umgehauen, die Dscheladas (Blutbrustpviane), die es nur dort gibt.

Letztens war ich in Gabun auf Geschäftsreise und könnte immer weiter erzählen und schwärmen. Ich bin der Glückliche, der viel reist.

Michael: Wohin geht die nächste Reise?

Bruce: Wenn ich zwei Monate Zeit hätte, würde ich Madagaskar erkunden.

Sehr gerne würden wir den Hörern Sambia und Madagaskar zeigen, unsere Erlebnisse mit Ihnen teilen.

Ideale Safari-Kombi: Sambia und Madagaskar

Time + Tide betreibt 9 preisgekrönte Öko-Camps in Sambia und Madagaskar. Empfehlen möchten wir die Kombination von Safari und Inselerlebnis auf Madagaskar. Lusaka wird von internationalen Fluglinien wie Air France, Qatar Airways, Air Mauritius oder Ethiopian Airlines angeflogen. Kontaktieren Sie das Team von Fides Reisen, wenn wir Ihre Reise organisieren können.

Zur Orientierung: Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika, grenzt an Angola, den Kongo, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia. Das Land ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland und liegt größtenteils auf dem Zentralafrikanischen Hochplateau. Aufgrund der Lage gibt es viele Wasserfälle wie die Victoriafälle. Die Hauptstadt ist Lusaka mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern. Es ist eine der am schnellsten wachsenden Stadt in Afrika. Gleichzeitig ist Sambia ein Land mit unberührter Natur. Das Klima reicht von 10 Grad im südafrikanischen Winter bis zu 30 Grad im Sommer.

Madagaskar liegt im indischen Ozean ungefähr auf gleicher Höhe östlich von Sambia. Es ist die 4. Größte Insel der Welt und wird auch das vergessene Meer genannt. Mit einer unvergleichlichen Mischung aus endemischen Tier- und Pflanzenarten in einer Vielzahl von Lebensräumen, vom Regenwald bis zu den Riffen, ist Madagaskar eine der Regionen mit der größten biologischen Vielfalt der Erde.

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